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Der Erlkönig ist ein Gedicht, dessen reiches Inspirationsvermögen uns immer wieder beeindruckt.
Nicht zuletzt deshalb, weil es einer anthropologischen, um nicht zu sagen, kreatürlichen
Entwicklungs-Konstante der (menschlichen) Existenz einen Ausdruck verleiht,
der in der deutschen Sprache seinesgleichen sucht.
Wir Musiker nun, in unserer Eigenschaft als Verwandler, übernehmen das Gedicht des
großen Meisters gerne und mit Respekt und Anerkennung, auch wenn wir nicht auf
einen Entwicklungszug verweisen, der eine derartige Massivität anzeigt
wie der von Goethe gemeinte.
Doch wir haben an den Stellschrauben der Musik gedreht, um eine Verwandlung anzustoßen,
die allerdings, bei allem Getöse, nur dem äußerst aufmerksamen Hörer fühlbar wird.
Denn die vollzieht sich im Auge des Zyklons, und nur die Kundigen, die eindringen werden,
können das Wunder der Wandlung mitvollziehen.
Alle anderen hören nur scheinbar normale Rockmusik.
Doch wie hat der Alte schon geschrieben?
"... in dürren Blättern säuselt der Wind."
Also:
Hört genau hin! Wer Ohren hat, der höre, wer Augen, der sehe und wer anklopft,
dem wird aufgetan! In diesem Sinne:
Ab zum Gedicht - und dann zur Musik!
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